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Freitag, 4. Januar 2019

Atempause zum Jahresbeginn

Liebe Gemeinde

Friede, Ruhe, Stille, wünschen wir uns gegenseitig immer wieder zum neuen Jahr.
Neben dem oft hektischen und lauten Alltag sehnen wir uns nach Räumen der Ruhe, in denen wir zu uns kommen oder bei uns bleiben können.
Schenken wir uns, einander und Gott im neuen Jahr mehr Ruhe und ein ruhiges Herz.

Der Newsletter, von Pierre Stutz, den ich heute mit Freude gelesen und meditiert habe, möchte ich mit euch allen teilen. Er gibt uns für unsere Sehnsucht fruchtbare Impulse.

Euer Diakon Ronald Jenny

 

NEWSLETTER VON PIERRE STUTZ

Liebe Leserin, lieber Leser

Im letzten Herbst sass ich vor meinen Vortrag in Erfurt wieder in der Predigerkirche, wo Meister Eckhart (1260-1328) wirken durfte. Einmal mehr war ich innerlich sehr berührt, eine Dankbarkeit bewohnte mich, weil dieser Dominikanermönch mich schon so oft zum Wesentlichen bestärkt hat. Einmal mehr habe ich einen neuen Text von diesem Mystiker entdeckt, den ich gerne in dieses neue Jahr mitnehme:

Der Mensch kann Gott nichts Lieberes schenken als Ruhe.
Fasten, Beten und alle Bußübungen beachtet und benötigt Gott nicht, im Gegensatz zur Ruhe.
Gott braucht nichts weiter, als dass man ihm ein ruhiges Herz gebe.

Diese Vertrauensworte bewegen mich in meinem Innersten. Nicht nur, weil sie wie für mich und meine Sabbatzeit geschrieben worden sind. Viel mehr! Sie bringen mich in Verbindung mit meiner tiefsten Hoffnung, dass ein spiritueller Weg kein Leistungsweg ist, sondern ein Aufatmen, ein Ankommen am Ort unserer Ruhe, um mit kämpferischer Gelassenheit unterwegs sein zu können.

Ein ruhiges Herz dürfen wir nicht statisch als Zustand sehen, sondern als Rhythmus des Lebens, in dem aufbrechen und ankommen, hoffen und zweifeln, lachen und weinen, streiten und versöhnen, geborgen sein und frei, sich engagieren und sich zurücknehmen, zusammengehören dürfen. Ruhig wird unser Herz, wenn wir das Trennende verbinden und uns verabschieden von der überfordernden Vorstellung, irgendwann über den Dingen stehen zu können.

Ein ruhiges Herz können wir mitten in der Alltagshektik spüren, wenn wir regelmäßig tief ein- und ausatmen, einen Moment die Augen schließen, um im Reiben der Hände den liebend-göttlichen Lebensatem zu erfahren, der uns zur Achtsamkeit und zum Mitgefühl bestärkt.

Ein ruhiges Herz wünsche ich uns, in dem wir auch gut für uns selbst sorgen, um kraftvoll-zerbrechlich uns verbinden zu können mit Alt und Jung, die sich weltweit für Frieden ein- und aussetzen.

Ein ruhiges Herz lasse uns humorvoll-dankbar den lachenden Segen Gottes als Kraftquelle feiern, jeden Tag neu.

Herzlichst,
Pierre Stutz

 

WAS MICH BEGLEITET

Stell dir vor
Menschen verlieren ihre Angst zu kurz zu kommen
sie teilen ihre Kompetenz
ihre Finanzen
ihre Fähigkeiten und Gaben -
glückliches Leben ereignet sich

Stell dir vor
Menschen verwandeln ihre Habenmentalität
in Seinsverbundenheit
sie schaffen faire Löhne
damit Menschen ihr Land nicht verlassen müssen
sondern in Eigenverantwortung ihre Ressourcen nützen können - solidarisches Leben konkretisiert sich

Stell dir vor
Menschen lassen Gott in sich träumen
und gestalten mit ihm
seine neue Welt einer zärtlichen Gerechtigkeit

Pierre Stutz

 

Veröffentlicht von Ronald Jenny um 09:46 Uhr    0 Kommentare

Sonntag, 23. Dezember 2018

Gedanken zum 4. Advent

Liebe Mitfeiernde
Für Gott ist nichts unmöglich!
Für Gott ist nichts unmöglich!! sagt der Engel Gabriel zu Maria,
als sie verwundert nachfragt, wie das gehen soll, ein Kind ohne Mann zu empfangen.
Und morgen feiern wir dieses Unmögliche.

Gott kommt in die Welt als kleines Kind um uns ganz nahe zu sein. Der mächtige Gott macht sich klein und verwundbar und stellt damit unsere ganze Welt auf den Kopf.

Die Geschichte mit Maria und dem Engel Gabriel, ihre Reise zu Elisabeth und ihr anschliessender Lobgesang, das Magnificat, sind vielen von uns vertraut. So vertraut, dass wir es vielleicht verpassen, das Unmögliche, das hier möglich wird, aus diesem Text herauszuhören.

Das Lukasevangelium beginnt mit einer Vorgeschichte in zwei Kapiteln. Liest man diese aufmerksam bemerkt man, dass viele Begegnungen stattfinden, welche die Menschen verändern.

Zunächst begegnen sich der Engel Gabriel und der Priester Zacharias. Der Engel Gabriel verkündet ihm etwas Unmögliches: Seine im Alter fortgeschrittene und kinderlose Frau Elisabeth, soll doch noch guter Hoffnung sein und Johannes den Täufer zur Welt bringen.

Dann gegegnen sich der Engel Gabriel und Maria. Er verkündet ihr die frohe Botschaft: Gott möchte durch sie, Maria, Mensch werden. Maria glaubt und sagt "Ja". Sie besucht Elisabeth und diese Begegnung bewegt nicht nur die Frauen, sondern auch ihre ungeborenen Kinder. Durch den Zuspruch von Elisabeth bestätigt sich alles, was der Engel Maria gesagt hat. Und voller Freude und Erleichterung darüber, singt sie ihren Lobgesang auf Gott: Meine Seele preist die Grösse des Herrn...

Gott begegnet den Menschen und die Welt verändert sich. Die Machtverhältnisse in der Welt verändern sich. Unmögliches wird möglich.

Immer wieder lesen wir es in der Bibel: die Armen, Schwachen, Benachteiligten liegen Gott besonders am Herzen. Sie sollen das bekommen, was sie brauchen; Wertschätzung, Gerechtigkeit, Schutz, Nahrung, ein Dach über dem Kopf, Bildung.

Wenn wir in unsere Welt blicken, dann scheint das trotz allem Fortschritt ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Auch wenn wir westlichen Länder uns auf die Menschenrechte berufen, so müssen wir kontinuierlich für ihre Verwirklichung kämpfen. Trotz allem, die Welt ist nicht gerecht.

Kürzlich habe ich in einem Ratgeber gelesen, wir sollten auch nichts anderes erwarten und uns damit abfinden. Vieles sei Glücksache. Auf Gerechtigkeit zu bauen, sei eine Illusion.
Warum bemühen wir Menschen uns dann um eine gerechte Welt?
Ich glaube, Gott hat uns diese Sehnsucht nach Gerechtigkeit eingepflanzt. Trotz unserer Unfähigkeit, diese zu verwirklichen, sagt der Engel: Für Gott ist nichts unmöglich.
Und unmögliche Dinge passieren im Lukasevangelium.
Zwei Frauen werden auf unmögliche Art und Weise schwanger. Natur und die Konventionen der damaligen Zeit hatten das nicht so vorgesehen. Die eine trotz ihres Alters und die andere ohne Mann, von aussen betrachtet ein uneheliches Kind. Josef möchte Maria sogar stillschweigend verlassen, hätte da nicht wieder ein Engel eingegriffen. Und so verändert sich die Welt.

Gott hat sich zwei Frauen ausgesucht, die es durch ihr Ja zum Mutterwerden ermöglichen, dass die Menschen in dieser Welt eine neue Perspektive gewinnen können. Jeder hier, der selbst schon Mutter oder Vater ist und jeder, der schon einmal ein neugeborenes Kind gesehen hat weiss, dass dieses kleine Menschlein ein grosses Potential hat. Vor allem das Potential, alles auf den Kopf zu stellen. Und das tut es dann auch. Bereits nach seiner Geburt ist nichts mehr, wie es vorher war. Ein Wesen mit freiem Willen ist geboren und die Welt muss Platz machen und sich verändern.

So hat es über Generationen hinweg immer wieder Veränderungen gegeben. Denn die jüngeren Generationen gewinnen neue Erkenntnisse und verändern das Weltbild damit.
Oft ist es der älteren Generation nicht wohl dabei. Manchmal zurecht.

Lange hat es gedauert, bis sich der freiheitliche Rechtstaat durchsetzen konnte. Gleiche Rechte für alle Menschen, Männer, Frauen, Kinder - inklusive Religionsfreiheit. Ein Ding der Unmöglichkeit, hätte man noch vor 200 Jahren gesagt.

Ein Ding der Unmöglichkeit, dass Frauen das Stimmrecht haben, sagten wir hier in der Schweiz noch vor 50 Jahren.

Ein Ding der Unmöglichkeit: gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die aber mittlerweile immer mehr Akzeptanz in der Bevölkerung geniessen.

Ein Ding der Unmöglichkeit: Priesterweihe für Frauen und verheiratete Männer in der römisch-katholischen Kirche.

Ich habe mir meistens bereits zurechtgelegt, was für mich möglich und was unmöglich ist. Manchmal kann es aber vorkommen, dass ich ganz bewusst eine andere Perspektive einnehme und bemerke, dass das Mögliche eigentlich unmöglich ist und das Umögliche möglich sein sollte oder sogar möglich sein muss.

Für Papst Franziskus ist der "Klerikalismus" unmöglich geworden. Er meint damit eine Überhöhung des priesterlichen Selbstverständnisses. In ihm sieht er ein zentrales Problem der aktuellen Kirchenkrise mit den vielen Missbrauchsfällen.

Viele sagen, es ist die tiefste Krise der römisch-katholischen Kirche seit der Reformation. Wer aber die klerikale Männerkirche überwinden will, so ein Kommentar dazu, darf Frauen nicht länger ausschliessen.
Der Hildesheimer Bischof Wilmer glaubt sogar, der Machtmissbrauch stecke in der DNA der Kirche und er fordert einen radikalen Wandel.

Der deutsche Theologe Andreas Knapp, stellt dazu sieben herausfordernde Fragen, über die es sich lohnt, nachzudenken:

wenn eine frau
das WORT geboren hat,
warum sollten frauen
dann das wort nicht
von der Kanzel verkünden?

wenn eine frau
für ihr zuhören gelobt wird,
warum sollten frauen
dann das gelernte nicht auch lehren?

wenn eine frau
die füsse jesu küsste,
warum sollten frauen
dann den altar nicht küssen dürfen?

wenn eine frau
den leib christi salben konnte,
warum sollten frauen
dann nicht zum salbungsdienst befähigt sein?

wenn eine frau
jesu sinnungswandel
durch ein brotwort bewirkte,
warum sollten frauen
dann bei der wandlung
nicht das brotwort sprechen?

wenn eine frau von jesus krüge
voller wein erbitten konnte,
warum sollten frauen
dann über einen kelch mit wein
nicht auch den segen beten?

wenn eine frau den jüngern als apostelin voranging,
warum sollten frauen
dann zur apostelnachfolge
nicht aufgerufen sein?

Einige von uns werden denken, das ist unmöglich!
Auch ich, als Frau und Theologin, denke viel darüber nach. Und ich bin mir nicht sicher, ob der Klerikalismus nicht auch Frauen erfassen kann, wenn sie Zugang zu den Ämtern in dieser kirchlichen Hierarchie, wie sie jetzt besteht, bekommen. Auch Frauen und verheiratete Männer sind korrumpierbar. 
Und darum brauchen wir meiner Meinung nach viel tiefere Reformen. Wir brauchen ein Nachdenken und Suchen nach neuen Formen des Miteinanders in unserer Kirche. Und - wie die Zürcher Theologin Pia Maria Hirsiger sagt - auch ein Nachdenken darüber, wie sich ein priesterliches Sein für Frauen gestalten würde, ohne einfach die männliche Machtstruktur zu kopieren. Aber es wäre sicher ein erster Schritt, uns für die Möglichkeit des Priestertums für verheiratete Männer und Frauen zu öffnen.
Lassen wir uns also nicht lähmen von unserer Angst vor Veränderungen, sondern bitten wir darum, dass der Heilige Geist uns lenken möge und wir offen für ihn sind.

Denn für und mit Gott ist nichts unmöglich.
Maria ist unser Vorbild.
Amen.

Veröffentlicht von Manuela Andolina um 10:00 Uhr    1 Kommentar

Mittwoch, 4. Juli 2018

Kirche geht

Von Pfarrer Martin Piller, Pfarrei Maria Lourdes Zürich-Seebach, haben wir einen spannenden Link zum "Netzwerk lokale Kirchenentwicklung" bekommen.

www.kirche-geht.ch

Der Besuch der Seite lohnt sich. Es kommt viel zum Ausdruck, was uns auch in Herz Jesu Wiedikon wichtig ist.

Wir freuen uns über einen regen Austausch zu diesem Thema.

 

Veröffentlicht von David Bösl um 09:59 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 1. Juni 2018

Es war einmal...

... ein Ehepaar, das einen 12jährigen Sohn und einen Esel hatte. Sie beschlossen zu verreisen, zu arbeiten und die Welt kennen zulernen. Zusammen mit ihrem Esel zogen sie los.

Im ersten Dorf hörten sie, wie die Leute redeten: "Seht Euch den Bengel an, wie schlecht er erzogen ist... er sitzt auf dem Esel und seine armen Eltern müssen laufen." Also sagte die Frau zu ihrem Mann: "Wir werden nicht zulassen, dass die Leute schlecht über unseren Sohn reden" Der Mann holte den Jungen vom Esel und setzte sich selbst darauf.

Im zweiten Dorf hörten sie die Leute folgendes sagen: "Seht Euch diesen unverschämten Mann an... er lässt Frau und Kind laufen, während er sich vom Esel tragen lässt." Also ließen sie die Mutter auf das Lastentier steigen und Vater und Sohn führten den Esel.

Im dritten Dorf hörten sie die Leute sagen: "Armer Mann! Obwohl er den ganzen Tag hart gearbeitet hat, lässt er seine Frau auf dem Esel reiten. Und das arme Kind hat mit so einer Rabenmutter sicher auch nichts zu lachen!" Also setzten sie ihre Reise zu dritt auf dem Lastentier fort.

Im nächsten Dorf hörten sie die Leute sagen: "das sind ja Bestien im Vergleich zu dem Tier, auf dem sie reiten. Sie werden dem armen Esel den Rücken brechen!" Also beschlossen sie, alle drei neben dem Esel herzugehen.

Im nächsten Dorf trauten sie ihren Ohren nicht, als sie die Leute sagen hörten: "Schaut euch die drei Idioten mal an. Sie laufen, obwohl sie einen Esel haben, der sie tragen könnte!"

Fazit: Die anderen finden immer etwas zum kritisieren wenn sie wollen, und es ist nicht einfach jemanden zu treffen, der Dich so akzeptiert wie du bist. Deshalb: leb so, wie Du es für richtig hältst und geh, wohin Dein Herz dich führt...
" Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben. Darum: singe, lache, tanze und liebe... und lebe jeden einzelnen Augenblick deines Lebens... bevor der Vorhang fällt und das Theaterstück zu Ende geht."

Charlie Chaplin

Veröffentlicht von Franziska Erni um 08:00 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 9. März 2018

das Wesentliche...

Sei nicht erstaunt
wenn das Wesentliche
deinen Augen verborgen bleibt.

So wächst die Sehnsucht
nur noch mehr
dem Auferstandenen
entgegen zu gehen.

Frère Roger

Veröffentlicht von Franziska Erni um 11:29 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 9. März 2018

Machet den Zun nit ze wiit

Lebe
in Räumen, die du überschaust,
in Gruppen von Menschen, die du kennst,
hier in der vertrauten Umgebung.

Machet den Zun nit ze wiit
 

Lebe
mit deinen begrenzten Möglichkeiten,
mit den Kräften, die in dir schlummern,
mit der Fantasie, die dir geschenkt ist.

Machet den Zun nit ze wiit

 

 


Sei zufrieden,
selbstgenügsam
bescheiden.

Machet den Zun nit ze wiit
 

Steht zusammen.
Was der eine nicht kann, kann die andere:
Vertraut euch gegenseitig.

Machet den Zun nit ze wiit

 

 

 


Zäune ziehen, nicht Mauern errichten.
Durchlässig bleiben
für das Fremde, das andere.
Sich nicht abschotten.

Machet den Zun nit ze wiit
 

Zäune auch mal verschieben können.
Beweglich bleiben.
Sich den veränderten Verhältnissen anpassen.

Machtet den Zun nit ze wiit

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 10:13 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 9. Februar 2018

Geh, wohin es dich trägt

Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden
und du nicht weisst, welchen du einschlagen sollst,
dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte.
Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast,
als du auf die Welt kamst,
lass dich von nichts ablenken,
warte, warte noch.

Lausche still und schweigend auf dein Herz.
Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt.

Susanna Tamaro  "Geh, wohin dein Herz dich trägt"
 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 09:03 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 9. Februar 2018

Nur durch Schauen

Nur durch Schauen
nicht durch Tun
zur Mitte finden

dann aber
Aktion
nach aussen tragen

die Mitte als Segen
für das Weltgesamt
nach aussen bringen

und zugleich
tief im Schauen
verharren.

Maria Sassin
 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 08:59 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 9. Februar 2018

Eins-Sein

Alles ist eins
alles ist eins

das Ich und das Du und die Welt
und die Welt und du und ich
und was in mir ist
und was ich spüre und denke
und was dich ausmacht
und der Vogel im Nest in der Hecke
und die Hecke um den Vogel im Nest
und das Gras
und die Worte
und die Erde
und das WORT

alles ist eins
alles ist eins.


Maria Sassin
 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 08:28 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 23. Juni 2017

Jean Vanier

Jean Vanier

ist Gründer der Arche, einer Gemeinschaft, in der Menschen mit und ohne geistigen Behinderungen zusammenleben. Sein ursprünglicher Wunsch, eine „intellektuelle Elite“ mit aufzubauen, realisierte sich mit der Zeit immer mehr in Form einer „Elite des Herzens“. 2015 wurde er mit dem Templeton-Preis ausgezeichnet.

Vor allem wenn es darum geht zu erklären, was diese Gemeinschaft, die er gegründet hat, ausmacht. “Die Arche ist im Grunde ein Ort, an dem Menschen zusammenleben. Menschen, mit mehr oder weniger schweren intellektuellen Behinderungen und Menschen, die vielleicht auf eine andere Art und Weise behindert sind. Es macht ihm offensichtlich Freude, es auf diese einfachen Faktoren herunterzubrechen, er wiederholt sie im Laufe des Gesprächs immer wieder. “Gemeinsam Spaß haben!” Alle meine Fragen, aber wie und warum, sind damit aufgehoben, sie gelten nicht mehr.

Aber dann nachdrücklich: “Und irgendwo auch – jedem dabei zu helfen, frei zu werden.
“Wir leben in einer Kultur des Erfolgs, des Wettkampfes. Die Leute sind nicht frei! Sie müssen gewinnen! Also entwickeln sie eine Aggressivität darin, Dinge zu tun. Freiheit kommt dann, wenn wir befreit sind vom Bedürfnis nach Macht. Wenn wir frei sind, einfach nur zu sein.”

Zu sein. Wir sind noch immer bei der Frage: Was ist die Arche? Langsam merke ich, dass es vielleicht hier beginnt, was die Arche ausmacht und etwa von anderen Heimen für Behinderte unterscheidet. Es geht nicht nur darum, sich um behinderte Menschen zu kümmern. Das ist keine Arbeit. Es ist eine Art, die Welt zu sehen. Was es bedeutet, ein Mensch zu sein etwa.

Etwas passiert

“Wir bauen uns unsere Identität auf, zum Beispiel eine Identität der Macht – ich bin jemand, weil ich bekannt bin, weil ich viel Geld verdiene, weil ich ein Gewinner bin. So wie Franz von Assisi, der ein sehr merkwürdiges Leben hatte. Er begann als ein Gewinnertyp. Und dann, eines Tages, ließ er alles zurück, um mit den Leprakranken zu sein. Er hatte eine Identität des Gewinnens und dann entdeckte er die Welt der Ausgestoßenen, der Verlierer. Er lebte mit ihnen und fand heraus, dass sie nicht anders waren als du und ich, einfach wundervolle Leute. Aber in großen Schmerzen. Weil sie verstoßen worden waren. Und als Franziskus sie wieder verließ, merkte er, dass er sich verändert hatte. Etwas war mit ihm passiert.

Veröffentlicht von Franziska Erni um 10:08 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 22. Juni 2017

Wegweiser

Lange bin ich gewandert
weiss nicht wohin
weiss nicht woher
weiss kaum warum
suchend bin ich
gottsuchend
michsuchend
gerufen zur Einheit
mit ihm und allem

Doch wo nur
wo ist mein Platz
an dem ich ganz ich bin in Gott
und er in mir
für die Welt

Erschöpfung und Ratlosigkeit
nehmen mir Kraft und Freude
verzagen will ich
kann nicht mehr weiter
doch aus Osten und Westen
aus Norden und Süden
leuchten mir vier Lichter
die die Nacht meines Glaubens erhellen
und mir weisen
wohin ich gehöre

Veröffentlicht von Franziska Erni um 14:39 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 22. Juni 2017

Das Rad

 

Sieh her, schau das Rad.
Wie es sich dreht und dreht und dreht.
Alles dreht sich um die Liebe.

ja, schau das Rad.
Gott ist Liebe, sonst nichts.
Liebe, die sich gibt.
Liebe, die allen geschenkt ist.
Liebe, die zum Frieden drängt.

Sieh her, schau das Rad.
Das Antlitz der menschgewordenen Liebe.
Alles dreht sich um die Liebe.


Geliebt sind alle Schwachen, Kranken, Hinfälligen.
Geliebt die Obdachlosen, Heimatlosen,
die Flüchtlinge, die Asylanten, Fremden.
Geliebt die Hungrigen, Durstigen,
die Armen und die Elenden.
Geliebt die Verhafteten, Gefangenen, Gefesselten.
Geliebt die Nackten, Entwürdigten, Gefolterten, Getöteten,
Geopferten. Geliebt die Toten, die Begrabenen, Vergessenen.
Alles dreht sich um die Liebe.
 

 

Sieh her, schau das Rad.
Wie es sich dreht und dreht und dreht.
Um die Liebe und sonst nichts.

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 11:48 Uhr    0 Kommentare

Mittwoch, 19. April 2017

Christsein

Ehrlich, aber nicht lieblos.
Sensibel, aber nicht gereizt.
Strebsam, aber nicht verbissen.
Offen, aber nicht unkritisch.

Treu, aber nicht starr.
Überzeugt, aber nicht fanatisch.
Gütig, aber nicht dumm.
Gewlaltlos, aber nicht wehrlos.

Konsequent, aber nicht rücksichtslos.
Humorvoll, aber nicht ausgelassen.
Einfach, aber nicht harmlos.

Von Gott erfüllt, aber nicht weltlos!
 

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 10:32 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 13. April 2017

Rad und Kreis

Alle Kräfte der Welt wirken in Kreisen.
Der Himmel ist rund, und wie ich höre,
ist die Erde rund wie eine Kugel,
und ebenso alle Sterne.
Wenn der Wind am heftigsten weht,
bildet er runde Wirbel.
Die Vögel bauen ihre Nester kreisrund,
denn sie haben die gleiche Religion wie wir.
Die Sonne geht in einem Kreis auf und wieder unter.
Der Mond macht es ebenso, und beide sind rund.
Sogar der Wechsel der Jahreszeiten bildet einen grossen Kreis,
und kehrt immerwieder dorthin zurück,
wo er begann.
Das Leben des Menschen ist ein Kreis - von Kindheit zu Kindheit-,
und so ist es mit allem,
worin sich die Kraft der Welt regt.

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 11:36 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 13. April 2017

Auf dem Weg zur Quelle

Wenn ich meiner Einsamkeit begegne
werde ich reicher
alle Gewichte fallen von mir ab
und ich finde Ruhe
 
Die leeren Räume
vermitteln mir deine Gegenwart
und ich höre dich so besser
als in der Weisheit der Menschen
 
Ich versinke in mir selbst
und begegne deinem sanften Wind
eine Zeit für meinen Geist
und ein Heim für meine Zerbrochenheit

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 10:59 Uhr    0 Kommentare

Montag, 3. April 2017

Mensch

Vor langer Zeit lebte ein Mensch,
der gekreuzigt wurde,
weil er zuviel liebte
und zu viel geliebt wurde
 
und wie Fremd es auch klingt:
heute begegnete ich ihm dreimal...

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 09:10 Uhr    0 Kommentare

Montag, 27. März 2017

Niklaus Von Flüe

Ach Gott
wie blüesch du so schön
in ois drin -
treisch Verlange nach ois i dim Sinn -
und gisch oisere Seel z mittst im Leid
vo dinre Schönheit es Chleid -

Isch d Froid jetzt grösser i mir
oder vilicht gaar bi dir?

Für die allerliebscht Seel
blüet Gott
will er ire Froid mache wott -
o Mäntsch
würsch Gott vill besser verschtaa
wänn d dir sini Liebi
tätsch gfale laa -

Text von Niklaus Von Flüe

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 09:25 Uhr    0 Kommentare

Montag, 20. März 2017

Immerfort empfange ich mich aus Deiner Hand

Immerfort empfange ich mich aus Deiner Hand
So ist es und so soll es sein.
Das ist meine Wahrheit und meine Freude.
Immerfort blickt Dein Auge mich an,
und ich lebe aus Deinem Blick,
Du mein Schöpfer und mein Heil.
Lehre mich in der Stille Deiner Gegenwart,
das Geheimnis zu verstehen, das ich bin.
Und das ich bin durch Dich und vor Dir und für dich."

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 15:39 Uhr    0 Kommentare

Montag, 13. März 2017

Gebet des Tages - Umrundung

Du trägst mit uns und für uns
unser Leid und unsere Schuld
trägst vor uns und nach uns
unsere Freude und unsere Trauer
trägst seit jeher und für immer
unsere Liebe und unser Gebet

Du bist die Welt
und mehr als die Welt
Du bist die Mitte
und mehr als die Mitte
bist unser Herz und unsere Ewigkeit

Du umrundest uns
in kreisrunder Schönheit
umrundest uns ewig, ewig
ins Unendiche hinein
mimmst und mit

nimm uns mit

Text von Elisabeth Pfändler

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 09:57 Uhr    0 Kommentare

Montag, 6. März 2017

Du lässt mich nicht...

du
lässt mich nicht

und ich
komme

nicht los
von dir

 

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 10:01 Uhr    0 Kommentare

Montag, 27. Februar 2017

Du bist die Frage

du bist
die Frage
nicht
die Antwort

aber manchmal
kann
eine Frage
Antwort sein

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 09:12 Uhr    0 Kommentare

Montag, 30. Januar 2017

Du bist...

du

bist mir
das

was ich mir
nicht bin

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 11:31 Uhr    0 Kommentare

Montag, 23. Januar 2017

Entscheidung

lieber
die Verletzung
reskieren

als
die Chance
zu verpassen

lebendig
zu
werden
 

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts"

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 13:35 Uhr    0 Kommentare

Montag, 16. Januar 2017

Es kam anders

manches kam anders
als ich dachte

und es war gut so
dass es anders kam

vielleicht
hat ein Engel

seine Flügel
dazwischengehalten

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts"
 

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 15:45 Uhr    0 Kommentare

Montag, 9. Januar 2017

Vertrauen

traue ich
dem Leben?

der Stimme
des Engels in mir?

dem Ahnen
und Hoffen

vertraue ich
Gott?

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts"

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 09:05 Uhr    0 Kommentare

Mittwoch, 4. Januar 2017

Fragen über Fragen

wer bist du?
wie bist du?
was bist du?
wo bist du?

Fragen über Fragen
warum frage ich?

Vielleicht
könnte das
die Antwort
sein

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts"

Veröffentlicht von Franziska Erni um 11:34 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 16. Dezember 2016

Dem Stern folgen

Das wahre Leben kannst du nur erlangen,

indem du deine Geburt vollendest.

Diese Vollendung geschieht,

wenn du auf deinem Weg stets folgende Worte beachtest:

hineingehen

nie aufgeben

dem Stern folgen

achtsam bleiben

Veröffentlicht von Franziska Erni um 09:00 Uhr    0 Kommentare

Freitag, 16. Dezember 2016

Advent heisst Ankunft

Wir warten auf die Ankunft!

Die Ankunft! Ankunft von wem?

Ach so, Jesus, das Kind in der Krippe!

 

Erwarten wir Jesus, heute?

Erwarten wir noch etwas von ihm?

Warten wir überhaupt?

 

Haben wir noch Erwartungen

an unser Leben?

an unsere Mitmenschen?

an uns selbst?

 

Eines weiss ich sicher…

Jesus erwartet etwas von uns!

Ohne Leistungsdruck!

Ich muss nichts für ihn tun!

Denn er erwartet nur

mein ganzes Leben!

 

Alles was ich bin,

alles was ich habe,

alles was ich will!

kann, darf, soll ich ihm geben!

 

Und dann,

darf ich alles von ihm erwarten!

Denn, Gott schenkt sich uns,

im Kind in der Krippe

in seinem konsequenten Leben für die Liebe!

 

Ja Gott liebt uns,

bedingungslos!

Auf diese Ankunft warte ich gerne!

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 08:50 Uhr    0 Kommentare

Montag, 28. November 2016

Bist du noch da?

bist du
noch da
Gott?

ich sehe
höre spüre
dich nicht

bist du noch da
oder
bin ich weg?

Text von Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts"

 

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 14:53 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 24. November 2016

Meditieren mit Axel Bayer

Der äusserst wache, sensitive, bezogene, kluge Mönch Axel vermittelt prägnant eine "einfache" Meditationsmethode. Ein alltagstaugliches, da handliches Instrument, welches seine tiefgreifende Wirkung beim angeleiteten Üben in der Gruppe bereits erahnen lässt. Schlicht überwältigend finde ich den von ihm geschlagenen Bogen zwischen Meditation und Sonntagsgottesdienst, indem er dort und was er dort, nach der Meditation in der Gruppe, sprachlich schön und inhaltlich anregend, zum Christ Königs Fest predigt.
Es bedeutet für mich ein wertvolles Geschenk, mit dabei gewesen sein zu dürfen. Merci!

Text von Bea Geissmann

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 09:17 Uhr    0 Kommentare

Mittwoch, 16. November 2016

Sagen Sie...

Sagen Sie
hätten Sie wohl
einen Moment für mich?

ich würde Ihnen
gerne etwas sagen
so ganz unter uns

Und ich möchte Sie
was fragen
wenn Sie erlauben

und ich hätte auch noch eine Bitte:
darf ich "du" zu Ihnen sagen

Gott?

Andrea Schwarz aus ihrem Buch "Himmelwärts"

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 10:31 Uhr    0 Kommentare

Mittwoch, 16. November 2016

Seine Fragen an mich

In Liebe ist es oft einfacher,
den anderen anzuschauen-
ihm zuzuhören,
ihm aufmerksam zuzuhören
ihn aufmerksam wahrzunehmen,
sein Wesen zu erspüren - ganz sachte -
und so seinen Charakter zu entdecken.

Was aber, wenn ich Stellung bezziehen soll?
Wenn ich gefragt werde:
"Liebst du mich? Und wenn ja, warum?"
Oder:
"Wer bin ich für dich?"
Was antworten?

Und: was antworten, wenn es Jesus ist, der mir die Frage stellt.
Sofort fallen mir Bilder ein.
"Du bist das Licht meiner Welt,
du bist mein guter Hirte,
du bist mir Weg, Wahrheit und Leben."
Sicherlich - das stimmt so,
aber sind es auch wirklich meine Bilder,
Bilder in der Sprache meines Herzens?

Was soll ich IHM also antworten?

"Du bist für mich das Einzige was immer bleibt
das, was mir niemand nehmen kann.
Und wenn meine ganze Welt zusammenbricht.
wenn alle Beziehungen scheitern
und mir alle Sicherheiten genommen werden.-
Wenn ich auf den letzten Platz gestellt
und von allen verstossen werde,
wenn mir nichts
- gar nichts-
mehr bleibt,
du bleibst!
Du bist für mich das Letzt- und Immergültige!
Du bist für mich Ewigkeit!"

Angelika Bott, OSB

Veröffentlicht von Franziska Erni um 10:07 Uhr    0 Kommentare

Mittwoch, 16. November 2016

Kurzlesung Matthäus 12,27-8

Die Pharisäer sagten zu Jesus: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Shabbat verboten ist. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr begriffen hättet, was das heisst Barmherzigkeit will ich, nicht opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt: denn der Menschensohn ist Herr über den Shabbat.

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 09:57 Uhr    0 Kommentare

Mittwoch, 16. November 2016

Gebet

Du, o Christus, forderst mich unablässig heraus und fragst mich: "Für wen hältst du mich?"
Du bist es, der mich liebt bis in das Leben, das ohne Ende ist.
Du öffnest mir den Weg zum Wagnis. Du gehst mir voraus auf dem Weg zur Heiligkeit, wo der das Glück findet, der liebt bis in den Tod, und wo das Martyrium die letzte Antwort ist.
Tag für Tag wandelst du das Nein in mir um in ein Ja. Du willst nicht nur ein paar Brocken von mir, sondern mein ganzes Dasein. Du bist es, der Tag und Nacht in mir betet, ohne das ich darum weiss. Mein Stammeln ist Gebet. Im Anruf deines Namens, Jesus, erfüllt sich unsere Gemeinschaft.
Du bist es, der jeden Morgen den Ring des verlorenen Sohnes. den Ring des Festes, an meinen Finger steckt.
Und ich, warum habe ich solange gezögert? Habe ich die "Herrlichkeit Gottes gegen Ohmacht ausgetauscht, habe ich den Quell lebendigen Wassers verlassen und mir Zisternen gegraben, rissige Zisternen, did das Wasser nicht halten" (Jer 2)
Du hast mich unablässig gesucht. Warum habe ich gezögert und mir Zeit erbeten, um mich um meine Angelegennheiten zu kümmern? Warum habe ich zurückgeschaut, nachdem ich die Hand an den Pflug gelegt hatte? Ohne es richt zu wissen, bin ich untauglich geworden, dir nachzufolgen.
Und doch, obwohl ich dich nicht gesehen habe, habe ich dich geliebt. Und du hast wiederholt gesagt: "Lebe das Wenige, was du vom Evangelium begriffen hast. Verkünde mein Leben unter den Menschen. Entzünde ein Feuer auf der Erde. Komm und folge mir nach..."
Und eines Tages habe ich begriffen: Du wolltest meinen unwiderruflichen Entschluss.

Roger Schutz, Taizé 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 09:25 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 10. November 2016

Was Jesus für mich ist

 

Was Jesus
für mich ist?
                      Einer, der
                      für mich ist.

Was ich
von Jesus halte?

                     Dass er
                     mich hält.

Lothar Zenetti

 

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 16:47 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 10. November 2016

Nicht nur für Kornbauern

Grösser
mehr
noch mehr
grenzensloses Wachstum
für den Überfluss -
globales Überbieten
hat jedes Mass verloren

nüchterne Analyse
der berauschenden Gier
die uns im Griff hat

die Schocktherapie
steht in Lukas 12,20
und könte ab morgen wirken...

aber wer hört
noch hin
auf diese Botschaft

Rica E. Friedberg

 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 16:18 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 10. November 2016

Auftrag

Wir haben den Auftrag, aber auch die Kraft geerdet, laut und vernehmlich in dieser oft orientierungslosen Gesellschaft davon zu reden, was uns wert und heilig ist - so wie Marta es tat. Dass wir als Kirche nicht schweigen dürfen zu Kriegstreibern, zu Menschenverachtung und Flüchtlingsnot und dass wir dabei eine Sprache finden müssen, die die Herzen erreicht, das glaube ich.

Kirstin Fehrs

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 16:12 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 10. November 2016

Den Stab brechen

Über niemandem den Stab brechen. Auch denen, die es scheinbar nicht verdienen, die gleichen Chancen geben, wie den anderen. Nicht einteilen in Gute und Böse. Nicht die einen verhungern lassen und den anderen alles in den Rachen reinstopfen. Gott zeigt seine Heilligkeit und Vollkommenheit, in dem er die ungeahnten Möglichkeiten fördert, die in einem Menschen stecken.

Martin Ebner 

Veröffentlicht von Franziska Erni um 15:38 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 10. November 2016

Segen

Gott, segne uns an diesem Morgen.
Wenn wir zu Fall kommen, richte uns auf.
Wenn wir lieblos handeln, sende uns deinen Geist.
Wenn wir mutlos werden,
gib uns neue Hoffnung duch deinen Segen. Amen

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 15:34 Uhr    0 Kommentare

Donnerstag, 10. November 2016

Den Menschen helfen

Wir müssen den Menschen helfen, einen Gott kennenzulernen, der sich zum Ausdruck bringt in der Zerbrechlichkeit und Demut des Fleisches, einen Gott, der behutsam und freundlich auf die Menschen zugeht, der die Finsternis bezwingt und Mitleid hat mit der menschlichen Schwachheit, einen Gott, der  aufleuchtet in der äusseren Wehrlosigkeit des Gekreuzigten.

Carlo Martini, Jesuit und ehemaliger Erzbischof von Mailand

Veröffentlicht von Saphir Ben Dakon um 15:27 Uhr    0 Kommentare

Katholisches Pfarramt

Herz Jesu Wiedikon

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8003 Zürich

 

T044 454 81 11

F044 454 81 10

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Fr: 9 – 12 Uhr / nachmittags geschlossen

Während den Ferien nur vormittags geöffnet

Pfarreizentrum

Johanneum

Aemtlerstrasse 43

8003 Zürich